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Historie

Gründung

Nachdem einige Bremer Realschüler bereits seit 1902 die Gründung ...weiterlesen

Nachdem einige Bremer Realschüler bereits seit 1902 die Gründung des Vereins planten, setzten sie diese am 1. Januar 1906 um und machten Willi Wenhold zu ihrem ersten Vorsitzenden, ihm standen sein Bruder Gustav, die Gebrüder Behrje und Willi Feht zur Seite.
Der ursprüngliche Name Bremer Ballspielverein – Sport – von 1906 , kurz BBV Sport, wurde am 1. August 1920 zu Gunsten der Bezeichnung Bremer Sportverein von 1906 abgelegt.
In den Vereinsfarben gelb und rot spielte die junge BBV Sport gegen die Vereine Freya, Eintracht, Woltmershausen, Bremensia, später gegen Stern, Teutonia und Pfeil. Dem Vorbild des 1905 gegründeten Norddeutschen Fussball- Verbandes folgend, schlossen sich am 1. Januar 1907 mehrere Bremer Spielgemeinschaften zum Bund Bremer Fussballvereine zusammen. Nach spannungsreichen Begegnungen errang der BBV Sport in der Endspielverlängerung gegen Bremensia (4:3) den Titel “Meister des Bundes Bremer Fussball Vereine 1907″.

Seit 1908 nahm der Verein vom rechten Weserufer im Ligabetrieb des Norddeutschen Fussballverbandes teil.
Nach dem ersten Weltkrieg musste sich der Verein eine neue Heimstätte suchen und wurde im Herzen der Stadt , im Bürgerpark hinter dem Hauptbahnhof, fündig. Nach zähen Verhandlungen mit der Stadt und zahlreichen Flugblattaktionen, Werbeveranstaltungen usw. wurde das Gelände 1919 zur sportlichen Nutzung freigegeben. Doch die eigentliche Arbeit begann jetzt erst, denn der Verein selbst hatte für die Errichtung eines Sportplatzes zu sorgen. Am 1.August 1920 war es dann soweit. Nachdem sich der Verein am Vortag von BBV Sport offiziell in Bremer Sportverein von 1906 , kurz BSV, umbenannt hatte, konnte das erste Spiel starten. Das Eröffnungsspiel gegen ABTS ( später ATSV Bremen 1860) ging zwar 0:1 verloren, aber die anwesenden 4000 Zuschauer deuteten an, daß der neue BSV sich ein erweitertes Umfeld erschliessen sollte.
Der neue Standort ermöglichte dem Verein ganz neue Möglichkeiten, denn neben dem vornehmlich aus dem Arbeitermilieu stammenden Urpublikum erschloss sich den Umgezogenen jetzt auch das eher wohlhabende Bürgertum. Das neue, heterogene Publikum ermöglichte den Wandel vom Stadtteilverein zum Stadtverein.

In den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts spielte die Mannschaft in der Westkreisliga / Weser / Jade, der damaligen höchsten norddeutschen Spielklasse, und belegte dort nach der ersten Saison 1922 den zweiten Platz hinter dem Allgemeinen Bremer Turn und Sportverein. Die Liga wurde im nächsten Jahr in die Staffeln Weser und Jade getrennt, in der der Bremer SV zunächst dritter und 1925 mit dem Trainer Gyula Feldmann schließlich erster wurde. Der Ungar formte nicht nur eine konkurrenzfähige Mannschaft, sondern er sorgte mit seinen guten Kontakten auch für internationales Flair in Bremen, wenn Mannschaften wie Juventus Turin oder der FC Basel beim BSV gastierten.
Nach dem Endspielsieg gegen Komet Bremen wurde die Mannschaft in diesem Jahr Bezirksmeister, unterlag aber in der folgenden Qualifikation zur Endrunde Kilia Kiel. Nach der Bezirksligameisterschaft im nächsten Jahr durch einen 6:1 Endspielsieg gegen den SV Werder Bremen, folgte das erneute aus. Ab 1927 spielte der Verein in der Staffel Weser und wurde in dieser Saison zweiter, bevor der Betrieb in der Liga für ein Jahr eingestellt wurde.
In den Jahren 1930 und 1931 wurde man allerdings wieder Staffelmeister. Doch nur im Jahr 1931 gelang der Vorstoß in die Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft

Zwar gehörte der Bremer SV neben Werder und den Kometen in Jahr 1933 zu dem Bremer Trio, welches in die neu geschaffenen Gauligen eingegliedert wurde, doch schon zwei Jahre später stieg man wieder ab.
Gleichzeitig verlor man den Bürgerpark-Sportplatz, da dieser als Aufmarsch-u. Paradiergelände konfisziert wurde.
Der BSV durfte nun nicht mehr Stadtverein sein, der er gerne bleiben wollte, sondern musste in den Ursprungsstadtteil Walle zurückkehren.
Im Jahr 1934 wurde der bekannte Sportplatz an der Dedesdorfer Strasse
durch die Zwangsvereinigung mit dem Allgemeinen Arbeiter-Turnverein der westlichen Vorstadt dem BSV übereignet.
Im Jahr 1936 wurde der ” Sportplatz des Westens” mit dem Einweihungsspiel gegen Werder offiziell übergeben.
Der Sportplatz an der Dedesdorfer Straße, auf dem bis ins Jahr 2011 noch trainiert und gespielt wurde, erwies sich allerdings als sehr stadtteilnahe und anwohnerfreundliche Spielstätte : Die nächsten Nachbarn der Anlage konnten die Spiele notfalls von den Fenstern ihrer Wohnungen aus verfolgen. Das konnte in der Tat zur Notwendigkeit werden, denn in den nun folgenden Jahren – bis etwa 1940- füllten mitunter tausende von Anhängern die bescheidenen Ränge, es blieb kein Stehplatz mehr frei…

Ab der Saison 1947/48 spielte der Bremer SV in der Oberliga Nord, einer der neu gegründeten, regional unterteilten Oberligen, die damals die höchste deutsche Spielklasse darstellten. Die Heimspiele wurden dann im Weserstadion ausgetragen. Anfangs meist im Mittelfeld platziert, wurde im Jahr 1949 mit dem fünften Rang die beste Platzierung erreicht. Damit lag der Verein vor dem Lokalkonkurrenten SV Werder Bremen, der ihn erst in den nächsten Jahren überflügeln konnte. Der damalige Zuschauerschnitt lag , aus heutiger Sicht bei fast unfassbaren 16.000 Zuschauern. !
Für einen zu den Endspielen um die deutsche Meisterschaft berechtigenden Platz reichte es nie, statt dessen folgte 1955 der Abstieg in die Amateurliga. Seit 1963 trägt der Bremer SV seine Heimspiele am Panzenberg aus. Der Panzenberg musste anfangs mit MTV 1875 und TV Doventor geteilt werden. 1967 wurde dieser Platz mit einer überdachten Tribüne sowie neuen Umkleide-und Klubräumen ausgestattet.

In der Aufstiegsrunde 1958 war der Verein erfolglos, stieg jedoch 1961 wieder in die Oberliga Nord auf. Ein sofortiger Wiederabstieg und somit das Nichtqualifizieren für die 1963 gegründete Bundesliga folgten.

Im Jahr 1965 stieg der Bremer SV in die Regionalliga Nord (die damalige zweite Liga) auf. In der Saison 1965/66 belegte der BSV den 13ten Platz. In der darauffolgenden Saison 1966/67 stieg der BSV als 17ter wieder ab.

In der Saison 2006/07 wurde der Bremer SV Meister der Verbandsliga Bremen. Ein Aufstieg in die Oberliga Nord blieb dem Verein jedoch verwehrt: Das zuständige Gremium des Norddeutschen Fußballverbandes lehnte 2007 den Lizenzantrag für diese Spielklasse wegen „Fehlens wirtschaftlicher Voraussetzungen“ ab.

Ehemalige Spieler

Karl Schnieke

(* 24. August 1919 in Apolda; † 13. Juni 1974 in Jena)

Mit 14 Jahren begann Schnieke in seiner Heimatstadt Apolda (Thüringen) mit dem Vereinsfußball. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb er in Apolda und spielte zuletzt in der drittklassigen Landesliga Thüringen bei der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Metall Apolda. Zwischen 1949 und 1951 wurde er in fünf Spielen der Landesauswahl Thüringen eingesetzt und schoss dabei vier Tore. Nach einem kurzen Zwischenspiel beim norddeutschen Erstligisten Bremer SV, wo er in der Herbstserie 1951/52 15 Spiele bestritt, 6 Tore erzielte und in der Auswahlmannschaft des NFV zum Einsatz kam, ging Schnieke zur BSG Motor Jena, die zu dieser Zeit in der zweitklassigen DDR-Liga spielte. Die DDR-Fußballzeitung Neue Fußball-Woche stellte ihn im Januar 1952 als Beispiel für einen Fußballer heraus, der kurzzeitig den Verlockungen des Profisports erlegen sei, dann aber eingesehen habe, dass man ihn und andere Sportler dort nur ausnutzen wolle. Offen blieb die Frage, wieso er mitten in der Saison seinen Vertrag in Bremen hatte auflösen können.
Am Ende der Saison 1951/52 stieg Schnieke mit der Jenaer Mannschaft in die DDR-Oberliga auf. Bereits in seinem ersten Oberligaspiel (28. August 1952 in Brieske 1:3) erzielte er seinen ersten Oberligatreffer. In den ersten Oberligaspielen machte er so nachdrücklich auf sich aufmerksam, dass er in das Aufgebot der DDR-Nationalmannschaft für das am 26. Oktober 1952 ausgetragene Spiel gegen Rumänien (1:3) berufen wurde. Er wurde als halbrechter Stürmer eingesetzt und erzielte in der 26. Minute das erste Tor in der DDR-Länderspielgeschichte. 1954 wurde er, inzwischen schon 35-jährig, noch zweimal in der Nationalmannschaft eingesetzt. Nach Abschluss der Fußballsaison 1958 wechselte Karl Schnieke als Spielertrainer zur BSG Motor Zeiss Jena. Bis Ende 1962 übte er diese Doppelfunktion aus, wobei Schnieke mit seinem Team zum Abschluss der Saison 1961/62 der Aufstieg in die II. DDR-Liga gelang. Der Ausnahmefußballer leitete noch bis 1973 das Training der Betriebssportgemeinschaft Motor Zeiss Jena, welche nach Gründung des FC Carl Zeiss Jena zur zweiten Mannschaft des Oberliga-Kollektivs wurde. In seiner aktiven Laufbahn bestritt er 164 Punktspiele in der Oberliga (68) und der DDR-Liga (96). Hinzu kommen sechs Spiele im DDR-Pokal mit fünf Toren.
Das Markenzeichen von Karl Schnieke war seine exzellente Ballbehandlung und seine unnachahmliche Art, seine Nebenleute mit präzisen Vorlagen zu füttern. Er hatte großen Anteil an der Integration neuer Spieler (z.B. Roland Ducke, Peter Ducke, Helmut Müller)in die Jenenser Mannschaft. Karl Schniekes größte Erfolge waren die DDR-Vizemeisterschaft (1958) und der Oberligaaufstieg 1952 und 1956.
1974 erlag er einem Krebsleiden. Seit 1987 veranstaltet der FC Carl Zeiss das „Karl-Schnieke-Gedenkturnier“ für Hallenfußball der Junioren.

Mannschaften-Übersicht
1946–1951: SG/Olympia/Metall Apolda
1951: Bremer SV
1952–1958: BSG/SC Motor Jena

Länderspiel-Übersicht 26. Oktober 1952: Rumänien – DDR 3:1
26. September 1954: DDR – Polen 0:1
24. Oktober 1954: Bulgarien – DDR 3:1

Erich Hänel

(* 31. Oktober 1915 in Chemnitz; † 20. März 2003) deutscher Fußballspieler, der im Jahre 1939 drei Einsätze in der Deutschen Fußballnationalmannschaft zu verzeichnen hatte.

Vor und während des 2. Weltkrieges
Über die Stationen FC Preussen Chemnitz und Chemnitzer BC gelangte das Angriffstalent Erich Hänel zum BC Hartha, im Mittelsächsischen Hügelland, in die Kleinstadt Hartha mit 8000 Einwohnern. Der dortige BC wurde von der Textilfabrik Hartha gesponsert und schaffte in der Runde 1934/35 den Aufstieg in die Gauliga Sachsen. Als Neuling belegte Hartha 1935/36 den sechsten Tabellenplatz. Erich Hänel kam am 24. Mai 1936 in Leipzig beim Finalwiederholungsspiel gegen den Südwesten in der Verbandsauswahl von Sachsen zum ersten Einsatz. Beim mit 9:0 Toren gewonnenen Reichsbundpokal-Finale 1936 zeichnete sich der noch 20-Jährige als fünffacher Torschütze aus. Er spielte an der Seite von Torhüter Willibald Kreß (Dresdner SC), dem linken Läufer Walter Rose (SpVgg Leipzig) und dem Halbrechten Erwin Helmchen vom Meister PSV Chemnitz. Bereits in der zweiten Runde Gauliga errangen die „Blau-Gelben“ des BCH die Meisterschaft vor dem Titelverteidiger Chemnitzer PSV. Mit seinen Mannschaftskameraden Walter Seyfert, Mittelläufer und überragender Dirigent, sowie dem wirkungsvollen Linksaußen Heinz Kapitän zog Erich Hänel in die Endrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1937 ein. Gegner waren der Hamburger SV, Hindenburg Allenstein und der Beuthener SuSV. Die Hamburger verwiesen die Sachsen auf den zweiten Gruppenplatz. 1938 gelang die Titelverteidigung in Sachsen vor dem punktgleichen SV Fortuna Leipzig, dem PSV Chemnitz und Dresdner SC. In den Endrundenspielen 1938 scheiterte man an Fortuna Düsseldorf, verwies aber den VfB Stuttgart und Vorwärts Rasensport Gleiwitz auf die Gruppenplätze drei und vier. Den dritten Gauliga-Titel in Folge verpasste die Mannschaft aus dem Industriestadion in Hartha in der Saison 1938/39, mit der am letzten Spieltag vor 35.000 Zuschauern im Dresdner Ostragehege erlittenen 0:4 Niederlage gegen den neuen Meister Dresdner SC. Im Vereinspokal schied die Mannschaft von Erich Hänel 1937 im Viertelfinale gegen Fortuna Düsseldorf aus und 1939 durch eine 0:1 Niederlage am 10. Dezember gegen den späteren Pokalsieger 1. FC Nürnberg. Beim BCH agierte gegen die Franken an der Seite von Mittelstürmer Hänel die Nachwuchshoffnung Erich Gleixner auf Halblinks.

Deutsche Fußballnationalmannschaft, 1939
Durch die herausragenden Leistungen in Reihen des BC Hartha in der Gauliga Sachsen, die Endrundenspiele und seine Auftritte in den Gau-Auswahl-Wettbewerben mit Sachsen, spielte sich Erich Hänel in das Notizbuch von Reichstrainer Sepp Herberger. Am 5. Februar 1939 verlor Hänel mit Sachsen das Halbfinalspiel um den Reichsbundpokal mit 1:2 Toren nach Verlängerung in München gegen Bayern, sechs Wochen später debütierte er in der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Am 26. März 1939 führte der DFB einen Doppelspieltag mit der Nationalmannschaft durch. Die A-Elf verlor in Italien mit 2:3 Toren, die als B-Elf zu bezeichnende Auswahl mit Mittelstürmer Erich Hänel verlor in Differdingen mit 1:2 Toren gegen Luxemburg. Dem Hartha-Spieler gelang der deutsche Ehrentreffer. Es folgten am 29. Juni und am 3. Dezember 1939 die Berufungen für die Länderspiele gegen Estland und die Slowakei. Durch die Auswirkungen des 2. Weltkrieges, erst 1949 kehrte Erich Hänel aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück, kam der Mittelstürmer nicht mehr zu weiteren Auswahlberufungen.

Nach dem 2. Weltkrieg, 1949 bis 1958
In der Saison 1949/50 versuchte Erich Hänel mit 33 Jahren einen sportlichen Neuanfang in seiner sächsischen Heimat. Mit der SG bzw. Industrie Hartha spielte er in Sachsen in der Landesliga, Staffel West. Da das berufliche wie auch sportliche Vorwärtskommen in der Bundesrepublik besser zu funktionieren schien, wechselte er 1950 nach Norddeutschland und schloss sich dem Bremer SV an. In seinem Startjahr in der Oberliga Nord, in der Runde 1950/51, kam er mit seinem neuen Team auf den siebten Rang in der Abschlusstabelle, einen Rang hinter Werder Bremen. Der 35-Jährige hatte in 30 Einsätzen zehn Treffer dazu beigesteuert. In der zweiten Runde gelangen ihm in 29 Spielen elf Tore. Als er in seiner dritten Saison bei den „Blau-Weißen“ nur noch fünf Tore erzielte, profitierte der Angriffskollege Werner Erdmann ganz entscheidend von der Spielkunst des Seniors und steigerte seine Trefferquote auf 17 Tore. Erich Hänel kam von 1950 bis 1953 auf 84 Oberliga-Spiele mit 26 Toren für den Bremer SV. Mit 38 Jahren wechselte er im Sommer 1953 zum VfB Oldenburg. In seiner ersten Runde gelang der Aufstieg in die Oberliga Nord. Als 39-jähriger Oldie absolvierte er mit dem VfB in der Runde 1954/55 noch 28 Oberligaspiele und schoss fünf Tore. Aber auch die nochmals in 17 Spielen gezeigte Spielkunst des 40-Jährigen reichte in der Runde 1955/56 nicht aus, um den Abstieg zu verhindern. Der Ex-Nationalspieler hängte noch zwei Runden in der Amateurliga Niedersachsen-West an, feierte Meisterschaftsgewinne aber nicht den Erfolg in den Aufstiegsrunden zur Oberliga und hörte 1958 mit dem aktiven Fußball auf. In seiner letzten Runde als Aktiver, 1957/58, schaffte Sohn Klaus beim SV Werder Bremen mit 28 Einsätzen und 14 Treffern den Durchbruch in der Oberliga Nord. Von 1950 bis 1956 kam Erich Hänel in der Oberliga Nord auf 129 Spiele mit 34 Toren.
Trainer : Der als Verwaltungsangestellter in Bremen beschäftigte Erich Hänel trainierte die Bremer TG, Bremer SV, Victoria Oldenburg, VfB Oldenburg.

Alfred Beck

Voller Name Alfred „Coppi“ Beck
Position Linker Außenläufer
(* 12. April 1925 in Immelborn; † September 1994)
Der aus dem thüringischen SV Weida hervorgegangene Alfred Beck landete nach seiner Heimkehr aus britischer Kriegsgefangenschaft in Bremen. Beim Bremer SV kam er in der Oberliga Nord von 1947 bis 1949 auf 23 Spiele mit 15 Toren. Im Sommer 1949 wechselte der Linksaußen zum FC St. Pauli.
Dort blieb er bis 1955; für die Elf vom Millerntor trat er in der Oberliga in 155 Begegnungen an und traf 45 Mal ins gegnerische Tor. Von 1955 bis 1958 spielte er für den Wuppertaler SV in der Oberliga West und erzielte in 66 Spielen 22 Tore. Nach dem Abstieg der Wuppertaler wechselte er in die Schweiz. Seine aktive Karriere beschloss er beim FC Zürich und beim FC Thun. Danach arbeitete er als Trainer in der Schweiz – unter anderem von 1962 bis 1965 beim FC Aarau und 1969/70 beim FC Baden –, wo er auch seinen Lebensabend verbrachte.
Nationalmannschaft : Im Dezember 1954 trug er beim Länderspiel im Wembley-Stadion den deutschen Nationaldress und schoss beim 1:3 gegen England den Ehrentreffer

Karl-Heinz Preuße

(* 22. Januar 1926) genannt “Wilhelm” ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Von 1947 bis 1959 hat er für die Vereine Bremer SV, SV Werder Bremen und TuS Bremerhaven 93 in der damals erstklassigen Fußball-Oberliga Nord 277 Ligaspiele absolviert und dabei 175 Tore erzielt. Hinter Rekordtorjäger Uwe Seeler (267) nimmt er in der “ewigen” Rangliste der Oberliga Nord mit seinen 175 Toren, den zweiten Platz ein.

Laufbahn
1 Bremer SV bis 1949
2 Werder Bremen, 1949 bis 1957
3 Bremerhaven 93, 1957 bis 1959

Bremer SV bis 1949
Bei den Blau-Weißen vom Sportplatz des Westens an der Dedesdorfer Straße, wuchs der junge Fußballer Karl-Heinz Preuße, beim Bremer SV 06 heran. Durch den dritten Rang in der Saison 1946/47 in der Oberliga Niedersachsen Nord hinter dem SV Werder Bremen und 1. FSV Osnabrück, qualifizierte sich der BSV für die ab der Saison 1947/48 an den Start gehende Fußball-Oberliga Nord. Trainiert wurden die späteren Oberligaspieler Franz Zembski, Armin Merz, Oskar Kurzawski, Willi Heitmann, Heinrich Tünnermann, Karl-Heinz Preuße, Willi Osterhorn und Alfred Fahrenholz vom langjährigen Ligaspieler Paul Eckhoff. Am ersten Spieltag der Oberliga Nord, am 14. September 1947, ging das Heimspiel gegen den Hamburger SV vor 15.000 Zuschauern im Weserstadion mit 1:3-Toren verloren. „Wilhelm“ Preuße agierte im damaligen WM-System als Mittelstürmer und konnte gegen HSV-Torhüter Walter Warning keinen Treffer erzielen. Nach sechs Ligaspielen stand der BSV unter dem neuen Trainer Arthur Schütz mit 0:12-Punkten auf dem letzten Platz. Trotzdem brachte die Runde mit 15.818 den besten Zuschauer-Schnitt in der Geschichte der Blau-Weißen zustande. Mit 17:27 Punkten reichte es am Rundenende zum neunten Rang und damit zum Klassenerhalt. Preuße hatte in 22 Ligaspielen zehn Tore erzielt.
Im zweiten Jahr in der Oberliga Nord, 1948/49, belegte der Bremer SV, nicht zuletzt durch 16 Tore in 22 Spielen – 12er-Staffel, da Holstein Kiel im November ausgeschlossen wurde[1] – von Stürmer Preuße, den fünften Platz und verwies damit den SV Werder als Tabellenachter im Stadtduell auf die Plätze. Beim 3:2-Heimerfolg am 6. März 1949 im Lokalderby vor 22.000 Zuschauern zeichnete er sich als zweifacher Torschütze aus. In der Torjägerliste der Nordliga nahm er hinter Adolf Vetter (24) und Kurt Hinsch (19) den dritten Rang ein. Vereinsintern folgte mit deutlichem Abstand Alfred „Coppi“ Beck mit sieben Toren hinter dem Torjäger als zweitbester BSV-Torschütze. Zur Saison 1949/50 schloss er sich dem finanziell besser gestellten SV Werder Bremen an.
Werder Bremen, 1949 bis 1957 Nach der Einführung des Vertragsspielerstatuts zur Saison 1949/50 in den vier Vertragsspieler-Oberligen, in denen es bis zu 320 DM zu verdienen gab [2], gewannen die „Grün-Weißen“ durch die Aktivitäten von Geschäftsführer Hans „Hansi“ Wolff und des umtriebigen „Machers“ Albert „Abbi“ Drews Jahr für Jahr spielstarke Neuzugänge für Werder hinzu. Möglich gemacht wurde dies auf Grundlage großzügiger Unterstützung aus der Bremer Wirtschaft. Das „Lockmittel“ waren Handgelder und Anstellungen in den Firmen der Mäzene. [3] So kamen mit Karl-Heinz „Wilhelm“ Preuße zur Saison 1949/50 noch die weiteren Spieler Hans Hagenacker, Horst Broschat (beide Eintracht Braunschweig), Herbert Burdenski (FC Schalke 04), Kuno Klötzer (Helmstedter SV) und Heiner Tünnermann (ebenfalls vom lokalen Konkurrenten Bremer SV) zum SV Werder. Das Debüt bei Werder gelang am ersten Spieltag, den 4. September 1949, mit einem 3:0-Auswärtserfolg bei Göttingen 05. Preuße spielte auf Halblinks und bildete zusammen mit Kurt Wunderlich, Hans Hagenacker, Horst Gernhardt und Heinz Rath den Werder-Angriff. Der torgefährliche Innensturm mit Hagenacker (25), Gernhardt (11) und „Wilhelm“ Preuße (18) erzielte insgesamt 54 Tore. Preuße hatte 24 Ligaspiele für seinen neuen Verein bestritten, der sich mit dem vierten Rang gegenüber dem achten Platz des Vorjahres verbessert hatte.
Der torgefährliche Angreifer kam am 14. Mai 1950 beim Repräsentativspiel von Westdeutschland gegen Norddeutschland in Köln vor 35.000 Zuschauern in der zweiten Halbzeit im Angriff der mit 4:3-Toren siegreichen NFV-Auswahl neben den Kollegen Felix Gerritzen, Hagenacker, Willi Schröder und Ihns zum Einsatz. In den beiden folgenden Runden, 1950/51 und 1951/52, verbesserte der ebenso schuss- wie kopfballstarke Innenstürmer seine Trefferquote auf 23 beziehungsweise 24 Rundentore in der Nordliga.
Ganz zur Spitze reichte es mit Werder in den nächsten Jahren aber nicht. Auch die weiteren „Einkäufe“ mit Hans Pöschl, Otto Knefler, Günter Heyse, Erich Haase, Erich Ebert, Max Konopka und des Nationalstürmers Willi Schröder änderten daran nichts. Die zwei dritten Plätze in den Runden 1952/53 und 1954/55 stellten die besten Platzierungen dar. Der Mann vom BSV kam in der ersten Saison mit Mitspieler „Krümel“ Schröder, 1954/55, nochmals mit seinen 21 Treffern über die 20er Marke. Die nach einer Zigarettenmarke aus dem Hause Brinkmann im Volksmund „Texas-Elf“ genannte und wegen ihrer Launenhaftigkeit auch „Sphinx des Nordens“ bezeichnete Werder-Elf dieser Ära, hatte Probleme, sich in der Spitze zu etablieren. [4] Nach der achten Ligarunde bei Werder Bremen, 1956/57, Preuße hatte mit Schröder (18) und Arnold Schütz (12) mit 14 Treffern die interne Torschützenliste angeführt, beendete er mit dem Ligaspiel am 11. Mai 1957 beim VfL Wolfsburg, nach insgesamt 198 Oberligaeinsätzen mit 136 Toren, seine Zeit bei den „Grün-Weißen“ und schloss sich Bremerhaven 93 an.
Bremerhaven 93, 1957 bis 1959 An der Seite von Spielführer Werner Lang und den weiteren Leistungsträgern Wilfried Kapteina und Manfred Presche absolvierte der Ex-Werderaner 1957/58 für die „Weinroten“ vom „Zolli“ 28 Ligaspiele und erzielte zehn Tore. TuS 93 belegte den fünften Rang und platzierte sich damit vor seinem alten Verein Werder Bremen, der auf dem siebten Platz rangierte. In der Hinrunde zeichnete sich der routinierte Torjäger insbesondere am 6. Oktober 1957 mit den zwei Toren zum 2:1-Heimerfolg gegen Meister Hamburger SV aus, wo er sich auf Halblinks im Duell gegen Jürgen Werner zu behaupten hatte. Beim torreichen Rückrundenspiel am 12. Januar 1958 beim SV Werder, es endete mit 7:5-Toren für die Grün-Weißen, erzielte er in der 72. Spielminute das zwischenzeitliche 5:5-Unentschieden, ehe Werder-Linksaußen Günter Wilmovius mit zwei Toren das Spiel endgültig entschied.
Durch Verletzungen bedingt konnte Karl-Heinz Preuße 1958/59 nur noch sieben Ligaspiele für TuS 93 bestreiten. Sechs Spiele in der Hinrunde und das letzte Spiel am 22. März 1959, bei der 1:3-Auswärtsniederlage bei Arminia Hannover. Er verabschiedete sich mit dem Ehrentreffer für Bremerhaven 93 aus der Oberliga Nord. Nach insgesamt 277 Ligaspielen in der Fußball-Oberliga Nord mit 175 Toren beendete der Offenspieler im Sommer 1959 seine Spielerlaufbahn.

Arthur Dobat

( * 6. April 1939) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Für den Karlsruher SC hat der Offensivspieler in der Fußball-Bundesliga von 1965 bis 1968 72 Spiele absolviert und 16 Tore erzielt.

Oberliga und Regionalliga Nord, bis 1965 Arthur Dobats fußballerische Entwicklung fand beim ETSV Kirchweyhe im Landkreis Diepholz statt. In der Saison 1960/61 feierte der Offensivspieler mit dem Bremer SV die Meisterschaft in der Amateurliga. In der Aufstiegsrunde zur Fußball-Oberliga Nord brachte im Entscheidungsspiel gegen den punktgleichen SV Arminia Hannover ein 4:1-Erfolg den Aufstieg für die Blau-Weißen vom Stadion Panzenberg zustande. Dobat debütierte in der Saison 1961/62 am Starttag der Runde, am 6. August 1961, mit einer 0:4-Heimniederlage, auf Halblinks im damals überwiegend praktizierten WM-System, gegen den FC St. Pauli mit dem BSV in die Oberliga. Unter Trainer Erich Hänel absolvierte der laufstarke Techniker mit Torgefahr alle 30 Rundenspiele und erzielte sechs Tore. Zum Ende der Saison stand Dobat mit den Bremern auf einem Abstiegsplatz. Er wechselte zur letzten Runde der alten erstklassigen Oberligaära, 1962/63, zum VfB Oldenburg. Der Neuzugang vom BSV debütierte beim VfB am ersten Rundenspieltag, den 19. August 1962, mit zwei Toren gegen die Gäste von Holstein Kiel. Die „Störche“ gewannen aber das Spiel mit 4:2 Toren. Er bestritt unter Trainer Kurt Koch und an der Seite der Mitspieler Burghart Rylewicz, Klaus Forbrig und Helmut Mrosla alle 30 Oberligaspiele der auf dem zwölften Platz landenden Oldenburger und schoss dabei zwölf Tore.
Nach Gründung der Bundesliga 1963 spielten die Oldenburger in der Fußball-Regionalliga Nord. Auch hier zeigte Dobat beim Startspiel seine Torgefahr. Beim 3:2-Heimerfolg am 11. August 1963 gegen den Gast VfB Lübeck erzielte er alle drei Tore. Am Rundenende stand der VfB auf dem siebten Tabellenrang. Das zweite Regionalligajahr verlief für seine Mannschaft schlechter, sie mussten sich mit dem 13. Rang begnügen. Persönlich erlebte Dobat aber zwei „Auszeichnungen“: Am 27. Oktober 1964 vertrat er die Farben von Norddeutschland beim Repräsentativspiel in Aalborg gegen Jütland. Zum 4:2-Erfolg der NFV-Auswahl steuerte er drei Treffer neben den Mitspielern Horst Schnoor (Tor), Sepp Piontek, Peter Kaack und Winfried Mittrowski aus der Bundesliga bei. Zum 60. Geburtstag führte der Norddeutsche Fußball-Verband im April 1965 in Hamburg am Rothenbaum das reizvolle Spiel „Bundesliga Nord“ gegen „Regionalliga Nord“ durch. Klaus-Peter Kirchrath betreute die Mannschaft der Regionalliga. Der Innensturm der Regionalliga-Auswahl mit Gerd Saborowski, Gerd Koll und Dobat hinterließen beim überraschenden 3:1-Erfolg der RL-Auswahl einen ausgezeichneten Eindruck. Im Sport-Magazin wird zum Spiel notiert, „dass die Zuschauer ein Klassespiel erlebt hätten, einen ausgezeichneten Fußballkampf mit herrlichen Zügen, packenden Torszenen und brillanten Toren; die Vertragsspieler aus den Regionalligaklubs siegten verdient 3:1.“ In der Regionalliga Nord absolvierte Dobat insgesamt 65 Spiele und erzielte 37 Tore für die Oldenburger.

Bundesliga und Regionalliga Süd, bis 1969 : 1965 wechselte er zum Bundesligisten Karlsruher SC. Am ersten Spieltag der Serie 1965/66 debütierte der Neuzugang aus Oldenburg bei der 0:2-Auswärtsniederlage bei Tasmania 1900 Berlin in der Bundesliga. Unter den Trainern Helmut Schneider (bis 18. Oktober 1965) und Werner Roth konnte die Mannschaft aus dem Wildparkstadion knapp mit 24:44 Punkten die Klasse halten. Dobat hatte in 27 Spielen sieben Tore erzielt und hatte wie die beiden weiteren Neuzugänge Helmut Kafka und Walter Rauh die Erwartungen erfüllt. Die total negative Auswärtsbilanz von 2:32 Punkten hatte ein besseres Abschneiden verhindert. In seinem zweiten Jahr in Karlsruhe, 1966/67, löste der französische „Fußball-Professor“ Paul Frantz mit dem 2. November 1966 Werner Roth ab und führte den KSC mit 31:37 Punkten auf den respektablen 13. Tabellenplatz. Dobat gehörte mit 25 Spielen und sechs Toren neben Willi Dürrschnabel, Klaus Zaczyk, Horst Wild, Hans Cieslarczyk, Dragoslav Sekularac und Christian Müller der KSC-Offensive an, welche 54 Tore erzielte und damit in Verbindung mit der Qualität der Defensivakteure Siegfried Kessler (TH), Eugen Ehmann, Jupp Marx, Jürgen Weidlandt und Helmut Kafka zu Siegen gegen den VfB Stuttgart (4:1), MSV Duisburg (1:0/3:0), FC Schalke 04 (1:0/3:1), Fortuna Düsseldorf (3:2), Werder Bremen (3:0), 1860 München (3:1) und Eintracht Braunschweig (3:0) kommen konnte. Nach dieser guten Runde erlebte Dobat aber 1967/68 mit 17:51 Punkten einen frustrierenden Abstieg. Mit 3:31 Punkten in den Auswärtsspielen – Dobat absolvierte 20 Spiele und erzielte drei Tore – führte der Weg der Badener in die Regionalliga Süd. Sein letztes Bundesligaspiel bestritt Dobat am 25. Mai 1968 beim 1:1-Auswärtsremis gegen den 1. FC Kaiserslautern. Beim Meisterschaftserfolg des KSC 1968/69 in der Fußball-Regionalliga Süd kam der Mann aus Norddeutschland nur noch in sieben Spielen zum Einsatz. Sein letztes Regionalligaspiel bestritt er am 23. März 1969 bei der 1:2-Niederlage bei den Stuttgarter Kickers. In der erfolglosen Aufstiegsrunde 1969 kam er nicht mehr zum Einsatz. Ende der Saison 1969/70 verließ Dobat die Karlsruher. Dobat kam zu 72 Bundesligaeinsätzen mit 16 Toren und 7 Regionalligaeinsätzen für den KSC. Ebenfalls wurde er für die Karlsruher fünfmal im DFB-Pokal eingesetzt.
Er spielte danach noch für den FC Rastatt 04. Mit den Gelb-Schwarzen vom Münchfeldstadion wurde er 1971/72 Meister in der 1. Amateurliga Südbaden, scheiterte aber mit seinen Mannschaftskollegen in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Süd. Für die Vertretung von Südbaden war er auch am 9. Oktober beziehungsweise am 20. November 1971 in den zwei Spielen gegen Hamburg im Wettbewerb des Länderpokals im Einsatz.

Herbert Bayer

(* 5. November 1926) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler, der von 1951 bis 1963 in den Oberligen Nord und West 256 Spiele mit 12 Toren bestritten hat.

Laufbahn
Bremer SV, 1951 bis 1955
Der gelernte Elektriker Herbert Bayer kam im Frühjahr 1951 aus Sachsen von der SG Hartha nach Norddeutschland zum Bremer SV in die Oberliga Nord. Noch im Mai 1951 bestritt der überwiegend als rechter Außenläufer oder Halbrechts spielende Bayer seine zwei ersten Einsätze für Bremen in der Runde 1950/51 gegen den Eimsbütteler TV und Eintracht Braunschweig. Sein erstes Derby als Aktiver erlebte er in der Rückrunde der Serie 1951/52 am 13. Januar 1952 beim 1:1 Unentschieden vor 28.000 Zuschauern gegen Werder Bremen. Als rechter Verbinder agierte er neben Mittelstürmer Erich Hänel, der es bei Hartha im Jahre 1939 zu drei Einsätzen in der Deutschen Fußballnationalmannschaft gebracht hatte. Nach der vierten Runde Oberliga Nord, 1954/55, stieg der Bremer SV mit einem Punkt Rückstand zum VfL Wolfsburg, Göttingen 05 und SV Arminia Hannover aus der Oberliga ab. Bayer war in allen 30 Spielen der Runde im Einsatz gewesen. Nach dem Abstieg wechselte der Ex-Hartha-Spieler zur Runde 1955/56 zum VfB Oldenburg. Er hatte von 1951 bis 1955 für den Bremer SV 106 Spiele mit neun Toren bestritten.
In Oldenburg traf er wieder Erich Hänel und wiederholte seine persönliche Bilanz des Vorjahres mit 30 Einsätzen und drei Toren. Er erlebte aber auch den zweiten Abstieg in Folge; der VfB Oldenburg stieg zusammen mit dem Eimsbütteler TV 1956 aus der Oberliga Nord ab. Zur Runde 1956/57 unterschrieb Bayer einen Vertrag bei Fortuna Düsseldorf und wechselte in die Oberliga West.
Fortuna Düsseldorf, 1956 bis 1963
Mit Trainer Kuno Klötzer und den Mannschaftskollegen Jupp Derwall, Erich Juskowiak und Matthias Mauritz platzierte sich die Fortuna in der Saison 1956/57 auf den sechsten Rang im Westen. Nach dem Westdeutschen Pokalgewinn am 19. Juni 1957 in Duisburg gegen den Wuppertaler SV folgte durch den 1:0 Erfolg in Hannover gegen den Hamburger SV im Halbfinale der Einzug in das DFB-Pokalfinale 1957 in Augsburg gegen den FC Bayern München. Herbert Bayer bekleidete jeweils die Position des rechten Läufers. Das Finale entschied Bayern München mit einem 1:0 Sieg für sich. Den Pokaltitel im Westen verteidigte Fortuna am 27. Juni 1958 in Wuppertal mit einem 4:1 Erfolg gegen den 1. FC Köln. Im Halbfinale des folgenden DFB-Pokals, Düsseldorf setzte sich mit 2:1 Toren gegen Tasamania 1900 Berlin durch, war Bayer als Seitenläufer mit von der Partie. Im Endspiel des Jahres 1958, am 16. November in Kassel, kam er dagegen nicht zum Einsatz. Als Fortuna Düsseldorf in der Runde 1958/59 nur knapp am Einzug in die Endrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft scheiterte (punktgleich hinter dem Vizemeister 1. FC Köln als Tabellendritter), mit 89 Toren die meisten Treffer im Westen erzielte, war Bayer zu 21 Einsätzen gekommen. In seinem vierten Jahr in Düsseldorf, 1959/60, stieg die Fortuna sensationell in die 2. Liga West ab, woraus sie aber mit Trainer Fritz Pliska umgehend wieder in die Oberliga zurückkehrte. Im letzten Jahr der Oberliga-Ära, 1962/63, als Trainer war jetzt Jupp Derwall im Einsatz, hatte sich das Gesicht der Fortuna gründlich geändert. Herbert Bayer kam nochmals auf 15 Einsätze neben den Mitspielern Hans-Josef Hellingrath, Manfred Krafft, Peter Meyer und Hermann Straschitz. Im Sommer 1963 beendete der 36-Jährige seine Oberligakarriere nach 117 Einsätzen für Fortuna Düsseldorf und schloss sich dem VfB Lohberg in der Amateurliga Niederrhein an, wo er 1964 und 1965 jeweils die Vizemeisterschaft erringen konnte.

DFB-Amateure, 1963
Helmut Schön, der verantwortliche DFB-Trainer für die Deutsche Fußballnationalmannschaft der Amateure, berief den Ex-Oberligaakteur Herbert Bayer in den Kader für die zwei deutsch-deutschen Olympiaausscheidungsspiele im September 1963 in Karl-Marx-Stadt und Hannover gegen die DDR. Zum Einsatz kam der Routinier vom VfB Lohberg in beiden Spielen nicht. Im vorolympischen Turnier im Oktober 1963 in Tokio gegen Japan B, Südvietnam und Japan A kam Bayer dagegen dann zum Einsatz und erzielte an der Seite von Bernd Kirchner, Franz-Josef Hönig, Gerhard Neuser und Heinz-Herbert Kreh zwei Tore zum Turniersieg der deutschen Mannschaft.

Uwe Bracht

(* 10. Juli 1953 – † 11. November 2016) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Karriere
Bracht entstammte der Jugend des ATS Buntentor, wechselte dann in der A-Jugend zum SV Werder Bremen. Er schaffte den Sprung in die Amateuermannschaft der Bremer und erhielt 1971 einen Profivertrag. Bracht schaffte in den 1980er Jahren den Sprung in die deutsche B-Nationalmannschaft und wurde unter Trainer Otto Rehhagel zur wichtigen Spielerpersönlichkeit. 1983 verletzte sich Bracht schwer und musste nach der Saison 1983/84 seine Profilaufbahn vorzeitig beenden. Er wechselte in den Amateurfußball, zunächst zum VfB Oldenburg, dann als Spielertrainer zum Bremer SV. Von 1986 bis 1988 spielte Uwe Bracht unter Trainer Hartmut Konschal für den TSV Verden (heute FC Verden 04) in der Verbandsliga Niedersachsen und wurde zweimal Niedersachsenpokalsieger. In der ersten Runde des DFB-Pokals schied er mit dem TSV Verden 1987 gegen den SV Werder Bremen und 1988 gegen Rot-Weiß Essen aus. Anschließend ging Bracht nach Schleswig-Holstein und spielte für den TSV Nord Harrislee in der Verbandsliga.
Nach Beendigung seiner Spielerlaufbahn arbeitete Bracht als Trainer. Unter anderem trainierte er Jugendteams von DGF Flensburg, die zeitweise in den höchsten Jugendklassen spielten. Heute trainiert er die D-Jugend vom SV Adelby in Flensburg.
Bracht ist verheiratet und hat einen Sohn. Er lebt in Flensburg.

Erfolge Deutscher Vize-Meister 1983

Harald Vico

(* 11.11.1957) . Harald Vico spielte seit dem 1.8.1976 über ein Jahrzehnt beim Bremer SV.
Er bestritt 321 Punktspiele in Bremen und erzielte dabei 157 Tore. In Oberligaspielen wurde er 116 mal eingesetzt, wobei ihm 32 Treffer gelangen. Pokalspiele : 82 und 25 Tore. Höhepunkte waren die Begegnungen gegen Waldhof Mannheim, Borussia Dortmund, MSV Duisburg und gegen den FC St. Pauli. Auch in 67 Freundschaftsspielen war “Harry” für unsere Farben aktiv (Tore: 29 ).
Zählen wir alle Einsätze zusammen, so stellen wir fest, das er die 500er Grenze nicht ganz erreicht hat.
1984 wurde er mit der Bremer Landesauswahl, für die er etliche Male nominiert wurde, Länderpokalsieger. Als Belohnung fuhr er mit nach Afrika, vorher bereits nach Riga und Danzig.
Verantw.i.S.d.Presserechts: M.Kreisel/M.Pohl

Ehemalige Trainer

Gyula Feldmann

Curt Reicherdt

Wilfried “Charly” Braun

Gyula Feldmann

(* 1890; † 31. Oktober 1955) war ein ungarischer Fußballspieler und Fußballtrainer.

Karriere
Gyula Feldmann begann seine Karriere beim Budapester Verein Nemzeti SC und wurde 1910 erstmals in die Nationalmannschaft einberufen, wo er gegen Österreich sein Debüt gab. Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1912 wurde er zwar im ungarischen 33-Mann-Kader gemeldet, schließlich aber nicht nach Stockholm mitgenommen. Mitte der 1910er Jahre wechselte der Verteidiger zum Ferencvárosi Torna Club, wo er bis 1917 blieb, ehe er sich dem Rivalen MTK Budapest anschloss. Die Blau-Weißen dominierten zu dieser Zeit die Liga und Feldmann wurde mit dem MTK dreimal in Folge (von 1918 bis 1920) ungarischer Meister. Im Mai 1920 trat er zum letzten Mal im Nationalteam an – wieder gegen Österreich, gegen das er neun seiner zehn Länderspiele absolvierte.
Im Sommer 1920 stellte ein deutscher Geschäftsmann ein ungarisches Profiteam zusammen, das gegen eine deutsche Berufsspielermannschaft antreten und auf eine einjährige Deutschland- und Europatournee gehen sollte. Feldmann schloss sich diesem Unternehmen an, gemeinsam mit einigen anderen Nationalspielern wie Ferenc Plattkó, Mihály Pataki, József Ging, Sándor Nemes und József Viola. Die Tournee musste nach wenigen Wochen mangels Erfolg abgebrochen werden, die Spieler klagten ihre ausstehenden Gehälter ein und kehrten nach Ungarn bzw. Österreich zurück, wo sie sich vor den jeweiligen Verbänden zu verantworten hatten. Feldmann erhielt erst im Mai 1921 wieder eine Spielgenehmigung und spielte erneut für den MTK.
1922 wechselte er zum jüdischen Verein Makkabi Brno in die Tschechoslowakei. Der Makkabi rekrutierte seine Mannschaft vor allem aus ungarischen Spielern und war daher als „Söldnertruppe“ höchst umstritten. Feldmann übernahm auch das Training der Mannschaft und führte sie zu einer Reihe von Siegen gegen europäische Spitzenvereine. Im Frühjahr 1924 geriet der Makkabi erheblich unter Druck, da er auch nichtjüdische Spieler verpflichtete, was schließlich zum Ausschluss aus dem jüdischen Verband führen sollte. Die Mannschaft ging zu dieser Zeit auf Tournee durch Norddeutschland, und Feldmann nutzte dies offenbar, um Kontakte zu knüpfen, denn wenig später übernahm er kurzzeitig den Trainerposten bei Union 03 Altona, ehe er den Bremer SV zu einem spielstarken und erfolgreichen Team formte, das zweimal die Bezirksmeisterschaft gewann.
Im Jahr 1927 kehrte er schließlich nach Ungarn zurück und übernahm das Training beim Hungária FC Budapest, der abgespaltenen Profifußballabteilung des MTK. Im Mitropapokal 1927 erreichte er mit Hungária das Halbfinale, wo die Ungarn wegen des unberechtigten Einsatzes von Kálmán Konrád disqualifiziert wurden.
Nachdem er kurzzeitig als Trainer bei Juventus Bukarest in Rumänien tätig war, nahm er ein Angebot aus Italien an, gemeinsam mit seinem Landsmann Károly Csapkay den AC Florenz zu betreuen. Mit den Florentinern belegte das Betreuerduo im ersten Jahr den letzten Platz in ihrer Gruppe und verfehlte damit die Qualifikation für die 1929/30 erstmals durchgeführte einheitliche Serie A deutlich. Der unmittelbare Wiederaufstieg in der Folgesaison gelang nicht, doch 1931 konnte die Fiorentina wieder in die höchste Spielklasse zurückkehren. Der mittlerweile allein verantwortliche Feldmann wurde allerdings von Hermann Felsner ersetzt. Feldmann übernahm den zweitklassigen US Palermo, wo er mit Anton Cargnelli seinerseits einen österreichischen Trainer ablöste, und führte den Verein auf Anhieb in die Serie A. In den folgenden beiden Saisonen gelang mit den Sizilianern jeweils der Klassenerhalt.
1934 wurde Feldmann Nachfolger seines Landsmannes Árpád Weisz auf dem Trainerstuhl von Inter Mailand (damals AS Ambrosiana) und Vizemeister, zwei Punkte hinter Juventus Turin. In seiner zweiten Saison wurde er dann im Frühjahr abgelöst. Seine letzte Station in Italien war der AC Turin, wo er wiederum Anton Cargnelli ersetzte und die Mannschaft zwei Spielzeiten lang betreute, als bestes Ergebnis wurde ein dritter Platz erreicht. In der Saison 1938/39 betreute er noch den SK Jugoslavija Belgrad.

1947 - 49 Arthur Schütz

1947 – 49 Arthur Schütz

1949 - 55 Curt Reicherdt

1949 – 55 ( in der Oberliga) Curt Reicherdt ( *18.05.1908)

“Sepp” hatte sich als Spieler beim PSV Chemnitz und als Trainer
in Planitz hervorgetan. 1949 an der Schwelle zum Vertragsfussball
übernahm er den Bremer SV und hielt die im Schatten von Werder
stehenden “blauen” lange in der Oberliga . Beide Seiten hielten sich noch über den letztendlichen Abstieg 1955 hinaus die Treue.

1961 / 62 Erich Hänel

1961 / 62 Erich Hänel

1983-2011

1983/84 (1.Spielt.) – 1989/90 (11.Spielt.) Wilfried “Charly” Braun
1989/90 (12.Spielt.) – 1991/92 (2. Spielt.) Michael Pohl
1991/92 (3.Spielt.) – 1991/92 (17.Spielt.) Erwin Kostedde
1991/92 (18.Spielt.) – 1992/93 (34.Spielt.) Uwe Bracht
1993/94 (1. Spielt.) – 1993/94 (24.Spielt.) Herbert Flügger
1993/94 (25.Spielt.) – 1996/97 (18.Spielt.) Peter Potrykus
1996/97 (19.Spielt.) – 1996/97 (22.Spielt.) Uwe Pottschmidt
1996/97 (23.Spielt.) – 1997/98 (30.Spielt.) Michael Pohl
1998/99 (1.Spielt.) – 2002/03 (30. Spielt.) Rolf Roeder
2003/04 (1.Spielt.) – 2004/05 (30. Spielt.) Andre Brix
2005/06 (1.Spielt.) – 2005/06 (5. Spielt.) A. Born/U.Meyer-Porsch
2005/06 (6.Spielt.) – 2009/10 (30.Spielt.) Andreas Laesch
seit 2010/11 (1.Spielt.) Klaus Gelsdorf

Historisches / Statistiken

50 Jahre BSV

Artikel v. Hermann Faltus zum 50jährigen Bestehen des Bremer SV . Erschienen im Jahr 1956

50 Jahre BSV

Artikel v. Hermann Faltus zum 50jährigen Bestehen des Bremer SV . Erschienen im Jahr 1956

Bremer SV Bilanz
Bremer Meister- und Pokalsieger

Historische Mannschaftsbilder

1907

Das war der Anfang. In "Gala" stellten die Teschmacher, Tappermann, Asendorf, Seyfert, Oesselmann, Hauer, Zühl, Hecht, Stieberitz und Munsterer sich als Meister des Bundes Bremer Ballspielvereine dem Fotografen. Damals noch unter der Vereinsbezeichnung Bremer Ballspiel Verein Sport von 1906 (BBV Sport)

1917

Abschied vom Gröpelinger Schützenhof nahm die Mannschaft Ulrich, Mürrle, Oesselmann, C.Martens, Grabski, Karmann, Stieberitz, Seyfert, Kasten, B.Martens, Buhrdorf. (Zur neuen Heimat wurde der Bürgerpark.-Sportplatz)

1920

August 1920 Einweihung des Bürgerparksportplatzes. Erster eigener Sportplatz des Bremer SV . Der BSV spielte mit folgender Aufstellung: Kirchmeyer, Schmoll, Grabski, Oesselmann, Stieberitz, Noak, Martens II, Drewes, Frank, Teschmacher, Martens. Geger war die Mannschaft vom ABTS (heute ATSV Bremen 1860)

1922

Serienabschlußfeier um 1922 Hintere v.l. Grabski;Martens,4.v.l Teschmacher, Osterhorn, Unten: Schmoll, Stieberitz, Frau und Herr Noack, Kirchmeyer, Goerz und J.Klindworth

1925

Mit Gyula Feldmann gelang 1924/1925 auch eine Doppelmeisterschaft, die als beste Empfehlung für unsere Spanien-Reise galt. Als erster norddeutscher Verein spielte der BSV Weihnachten 1925 in Sevilla, Alicante und San Sebastian gegen erstklassige Mannschaften. Die Namen der damaligen Mannschaft (oben):. Kirchmeyer, Kemper, Wolff, Martens, Osterhorn, Harfst, Drewes, A.Oetting, Teschmacher, Frank, H.Oetting

1929

Wie sich die Bilder gleichen ! Die erste Mannschaft vor dem Spiel mit Ball (oben) und in beinahe gleicher Aufstellung nach dem Spiel ohne Ball.

1930

Als frisch gebackener Meister des Weser-Jade Bezirks stellen sich vor: Kemper, F.Brandt, Helmerking, W.Meyer, Eckhoff, Katenkamp, Dostalek, Dührkopp, K.Martens, Osterhorn, H.Brandt, A.Martens

1931

Fast die gleiche Mannschaft errang auch im folgenden Spieljahr die Pokal-und Bezirksmeisterschaft: Becker(Vors.), Kemper, Dührkopp, MartensI, Meyer, Eckhoff, F.Brandt, Lehnhoff, Martens II, Dostalek II, Hohrmann (Obm.) Helmerking, Buck, Dostalek I

1936

Das 30 jährige Jubiläum. Zur Einweihung des "Sportplatz im Westen" überbrachte Vorsitzender Stöver die Glückwünsche des SV Werder. Bei der Premiere verlor unsere Elf gegen die Grünweißen, die alle "Spitzen" dabei hatten. V.l.n.r : Linienrichter, Bergmann, Hundt, Schütz, Scharmann, Zielkewitz, Diekhoft, Heidemann (SV Werder), Kraatz, Martens, Knapek, Brechelt, Esdohr, Lampe, Meyer, Lühmann, Griefing (verdeckt) Grotkoop, Lage (BSV)

1948

Olympia-Stadion in Berlin. Hier gelang unserer Fußball-Elf der größte Nachkriegstriumph vor 45.000 Zuschauern. Im Pfingsturnier behauptete sie sich gegen Borussia Dortmund, BSV 95 und Viktoria 98. Die Mannschaft :Lüllmann, Preuße, Kurzawski, Osterhorn, Heitmann, Fahrenholz, Beck, Simon, Maaßen, Albrecht, Zembski, von Müller und Faltus (links)begleitet, von Arthur Schütz (rechts) trainiert, hinterließ einen starken Eindruck. In den Kritiken der Berliner Zeitungen wurden die Außenstürmer Fahrenholz und Beck für die deutsche Nationalmannschaft vorgeschlagen. Aber auch Torwart Albrecht spielte sich in die Herzen der Berliner.Er war der beste Schlußmann des Turniers und mitverantwortlich, dass die Pokale nach Bremen gingen. Aus der Hand des Berliner Bürgermeisters, Dr. Friedensburg, empfing Hermi Faltus die wertvolle Trophäe, die die Erinnerung an den Berliner Erfolg nie auslösen wird.

1951

Zum Auftakt der Saison war der Burnley FC, die bekannte englische Profimannschaft der 1. Division in Bremen zu Gast. Das Spiel übertraf für uns alle Erwartungen. Unsere Mannschaft spielte englischer als die Gäste, war konzentriert und kampfbesessen: vier Tore unterstrichen diese wirklich gute Leistung vor 12.000 restlos begeisterten Zuschauern. Die Engländer gingen leer aus. Stephan war in guter Form und hielt sogar einen scharf geschossenen Elfmeterball von Shannon. Als neue Spieler waren Hänel und Erdmann zu uns gekommen. Sie verstärkten den Sturm, mit dem Trainer Reicherdt immer seine Sorgen gehabt hatte.

1954/55

Freundschaftsspiel in Cottbus am 11.4.1955 gegen SC Vorwärts Leipzig. Auf der nächsten Seite die offizielle Spielankündigung und vorauss. Mannschaftsaufstellungen. Auszug aus der Festsschrift 50 Jahre Bremer SV: 1906-1956 " Auch der Aufenthalt hinter dem sogenannten Eisernen Vorhang, worin wir eine ernste menschliche und sportliche Verpflichtung sahen und sehen, zählt zu den schönsten Erlebnissen unserer Oberliga. Zweimal war bereits im Jahr 1952 eine Expedition unterwegs. Fünf Spiele wurden 1952 siegreich beendet, während eine Begegnung unentschieden endete. Quelle Fotos: Leipziger Fussballverband e.V Freigabe Nutzung: R. Hertle Danke dafür !